Familienministerium: 570 vertrauliche Geburten in fünf Jahren

epd-bild / Daniel Peter In den vergangenen fünf Jahren haben 570 Frauen das Angebot einer vertraulichen Geburt genutzt und ihr Kind anonym zur Welt gebracht.

14.05.2019

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) zog am Dienstag in Berlin eine positive Bilanz des vor fünf Jahren in Kraft getretenen Gesetzes. Es ermöglicht Schwangeren, ihr Kind mit Hilfe einer Hebamme oder in der Klinik vorerst anonym zur Welt zu bringen und zur Adoption freizugeben.

Gesetz zeige Wirkung

Giffey sagte, schwangere Frauen in Notlagen bräuchten Hilfe und Unterstützung. Das Gesetz zeige Wirkung. Einer Befragung im Auftrag des Familienministeriums zufolge senkt die Möglichkeit einer vertraulichen Geburt die Zahl anonymer Entbindungen ohne ärztliche Versorgung.

Der Befragung zufolge haben sich in den vergangenen fünf Jahren 2.200 Frauen zu einer vertraulichen Geburt beraten lassen. Etwa 20 Prozent entschieden sich dafür. Im Rahmen einer vertraulichen Geburt werden Name und Adresse der Mutter hinterlegt, aber bis zum 16. Geburtstag des Kindes unter Verschluss gehalten. Danach können die Kinder nach ihrer leiblichen Mutter forschen.