Deutsche Krebshilfe freut sich über hohes Spendenergebnis

08.07.2019

Die Deutsche Krebshilfe hat im vergangenen Jahr zum vierten Mal in ihrer Geschichte mehr als 100 Millionen Euro Spenden aus der Bevölkerung eingenommen. Der Krebshilfe-Vorsitzende Gerd Nettekoven sprach am Montag in Berlin bei der Vorlage des Geschäftsberichts 2018 von einem erfolgreichen Ergebnis. Die Gesamthöhe der Einnahmen lag demnach bei 119,6 Millionen Euro nach 106,7 Millionen Euro im Jahr davor. Die sich ausschließlich aus Spenden finanzierende Deutsche Krebshilfe habe mit dem Geld unter anderem 128 neue Projekte und Initiativen fördern können.

Krebsprävention ausbauen und fördern

Die Zahl der Krebserkrankungen in Deutschland ist in den zurückliegenden Jahren weiter gestiegen auf inzwischen mehr als 500.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Nach den Worten von Krebshilfe-Präsident Fritz Pleitgen wären bis zu 40 Prozent der Erkrankungsfälle durch eine gesündere Lebensweise vermeidbar. Das entspreche einer Zahl von 200.000 Patienten, sagte der frühere Intendant des Westdeutschen Rundfunks (WDR). Um die Zahl der Neuerkrankungen zu drücken, will die Krebshilfe nach den Worten von Nettekoven unter anderem die Krebsprävention ausbauen und fördern.

Lungenkrebs gehört den Angaben zufolge zu den häufigsten krebsbedingten Todesursachen in Deutschland. Dabei würden die Therapien immer zielgerichteter und damit wirksamer, in der Folge stiegen die Überlebenschancen. Deshalb fördert die Deutsche Krebshilfe den Angaben zufolge ein inzwischen 15 Standorte umfassendes bundesweites Netzwerk mit 9,3 Millionen Euro. Ziel ist, dass möglichst viele Lungenkrebspatienten von moderner Spitzenmedizin profitieren.