UN: Klimawandel untergräbt Kampf gegen Armut

epd-bild/Markus Nowak Naturkatastrophen und extreme Wettersituationen verursachen Lebensmittelknappheit, Armut und Fluchtbewegungen. Der Klimawandel untergräbt laut den Vereinten Nationen deshalb den globalen Kampf gegen Armut und Hunger.

10.07.2019

Der Klimawandel untergräbt laut den Vereinten Nationen den globalen Kampf gegen Hunger und Armut. Viele Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte auf dem Weg zu einer gerechteren Welt drohten zunichtegemacht zu werden, heißt es in einem am Dienstag (Ortszeit) in New York veröffentlichten UN-Bericht.

Die Regierungen müssten sich entschlossener als bisher dem Kampf für ein besseres Leben widmen, forderte UN-Generalsekretär Antònio Guterres. In dem Bericht listen die UN Erfolge und Rückschläge bei der Erreichung der 17 sogenannten nachhaltigen Entwicklungsziele auf. Die Studie wurde anlässlich einer Konferenz über die Ziele veröffentlicht.

Bis 2030 Hunger und extreme Armut überwinden

Der Klimawandel beeinträchtige die natürlichen Lebensräume auf alarmierende Weise. Die vergangenen vier Jahre seien die wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen, heißt es in dem Bericht. Extreme Wettersituationen, Naturkatastrophen und der Kollaps von Ökosystemen verursachten Lebensmittelknappheit, Armut und Fluchtbewegungen.

Die UN betonten, dass der Kampf gegen den Klimawandel den Menschen direkt großen Nutzen beschere. So würden viele neue Jobs geschaffen, die Städte würden lebenswerter und deren Bewohner könnten gesünder leben.

Die Staats- und Regierungschefs hatten sich 2015 auf einem UN-Gipfel in New York auf die Erreichung der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele geeinigt. Danach soll die Weltgemeinschaft bis 2030 Hunger und extreme Armut überwinden, den Klimawandel bremsen und natürliche Ressourcen bewahren.