Denkmal für Roma-Opfer beschädigt

epd-bild/Rolf Zoellner Das Mahnmal für die in der NS-Zeit ermordeten Sinti und Roma am Reichstag in Berlin ist beschädigt worden. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

10.07.2019

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma in Berlin ist von Unbekannten beschädigt worden. Dabei sei am Rand einer der Glasscheiben, auf denen die Chronologie des Völkermordes beschrieben wird, ein etwa handtellergroßes "A" eingeritzt worden, sagte eine Sprecherin der zuständigen Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas am Mittwoch in Berlin auf Anfrage. Polizisten hatten am Dienstagabend die Beschädigung bemerkt. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Das Denkmal des Künstlers Dani Karavan zwischen Reichstagsgebäude und Brandenburger Tor besteht aus einem Brunnen mit einem versenkbaren Stein, auf dem täglich eine frische Blume liegt. Darüber hinaus informieren Tafeln über Ausgrenzung und Massenmord an der Minderheit während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft. Das Denkmal geht auf einen Beschluss der Bundesregierung von 1992 zurück.