Diese Woche neu im Kino

epd-bild/Prokino Filmverleih Vier interessante Filme im Kino - ausgewählt von der Redaktion von epd Film.

11.07.2019

Yesterday (Großbritannien 2019)

Während eines weltweiten Stromausfalls wird Jack Malik von einem Bus angefahren. Zwar fehlen ihm nach dem Unfall zwei Zähne, außerdem befindet er sich nun in einem Paralleluniversum - dafür hat er aber als beinahe einziger Mensch noch Erinnerungen an die Beatles. Das will der erfolglose Sänger und Songwriter nun für sich nutzen und mit eigentlich weltbekannten Hits wie "Let it be" endlich den Durchbruch schaffen. Regisseur Danny Boyle inszeniert ein leichtes Was-wäre-wenn-Popmärchen, das sowohl von den Darstellern als auch den Erinnerungen an die Errungenschaften der Beatles getragen wird.

Regie: Danny Boyle. Buch: Richard Curtis. Mit: Himesh Patel, Lily James, Kate McKinnon, Ed Sheeran, Ana de Armas, Sophia Di Martino, Ellise Chappell, Harry Mitchell, Meera Syal. Länge: 116 Minuten. FSK: ohne Alterbeschränkung. FBW: besonders wertvoll.

Kursk (Belgien, Frankreich, Norwegen 2018)

Sieben Tage eingesperrt in einem gestrandeten U-Boot auf dem Grund der Barentssee. Was die Besatzungsmitglieder der Kursk, die die doppelte Atomexplosion innerhalb einer geschlossenen Kammer des Schiffes überlebten, durchmachen mussten, bevor sie letzten Endes starben, weiß niemand genau. Wissenslücken in der Aufklärungsarbeit schließt der dänische Regisseur Thomas Vinterberg nun mit Fantasie. Der Fokus von "Kursk" liegt dabei nicht auf dem politischen Skandal - immerhin haben die Russen versucht, den Vorfall zu vertuschen - sondern auf den menschlichen Aspekten des Überlebenskampfes.

Regie: Thomas Vinterberg. Buch: Robert Rodat. Mit: Léa Seydoux, Colin Firth, Matthias Schoenaerts, Max von Sydow, Peter Simonischek, Matthias Schweighöfer, August Diehl, Pernilla August, Martin Brambach, Länge: 117 Minuten. FSK: ab 12 Jahre. FBW: ohne Angabe.

Rebellinnen - Leg' dich nicht mit ihnen an (Frankreich 2019)

Nachdem sich Sandra dem Vergewaltigungsversuch ihres neuen Bosses verwehren konnte, findet sie - gemeinsam mit Marilyn und Nadine - in den Taschen des nun verletzten Vorgesetzten einen Haufen Geld. Ein herbeigeführter Unfalltod des Chefs erlaubt es dem Trio, die eigenen Sorgen kurzzeitig zu vergessen - bis sich herausstellt, dass das Geld aus Drogengeschäften stammt und ein paar Belgier dieses nun wiederhaben wollen. Die drei Frauen geraten in eine Kette von Schlamassel, die Regisseur Mauduit nicht für einen geschärften Blick auf Figuren und Umstände, sondern für vordergründig derben Spaß nutzt.

Regie: Allan Mauduit. Buch: Allan Mauduit, Jérémie Guez. Mit: Cécile de France, Yolande Moreau, Audrey Lamy, Simon Abkarian, Samuel Jouy, Béatrice Agenin, Patrick Ridremont. Länge: 87 Minuten. FSK: ab 16 Jahre.

Unsere große kleine Farm (USA 2019)

Die Geschichte von Molly und John Chester ist ein in Erfüllung gegangener Traum vom besseren, ökologischeren Leben. John Chester ist selbst Dokumentarfilmer und hat mit der Kamera festgehalten, wie er mit Frau Molly vor ein paar Jahren die Stadt Los Angeles verließ, um auf dem Land als Farmer ein besseres Leben zu beginnen. Dabei zeigt die Dokumentation den stetigen Wechsel zwischen Erfolgs- und Frustmomenten. Das staubtrockene Land will erstmal fruchtbar gemacht werden, die Obstbäume locken wurzelfressende Wühlmäuse an, die Hühner hingegen die Kojoten. Herausgekommen ist ein optimistischer Film mit Lösungsangeboten zur aktuellen Klimadiskussion.

Regie: John Chester. Buch: John Chester, Mark Monroe. Mit: John, Molly & Beauden Chester, Alan York, Raul Rios, Flavio Vidales. Länge: 91 Minuten. FSK: ohne Alterbeschränkung. FBW: ohne Angabe.