Springer-Aktionäre überlassen KKR 27,8 Prozent des Kapitals

epd-bild/Rolf Zoellner Ein großer Teil der Aktionäre von Axel Springer hat das Übernahmeangebot des US-amerikanischen Finanzinvestors KKR angenommen.

07.08.2019

Wie der Springer-Konzern am Mittwoch nach Auszählung der Aktion in Berlin mitteilt hat, verfügt KKR nun über 27,8 Prozent des Grundkapitals. Die Annahmequote habe damit die Mindestannahmeschwelle von 20 Prozent deutlich überschritten. Die Frist für die Aktionäre war am 2. August ausgelaufen. Eine weitere Frist läuft - wie gesetzlich vorgeschrieben – noch bis zum 21. August.

63 Euro je Springer-Aktie

KKR bietet 63 Euro je Springer-Aktie. Vorstand und Aufsichtsrat des Medienkonzerns hatten ihren Aktionären empfohlen, das Angebot anzunehmen. Es sei aus finanzieller Sicht fair. Der Vollzug des Angebots stehe allerdings weiterhin „unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher, außenwirtschaftsrechtlicher und medienkonzentrationsrechtlicher Freigaben“, erklärte das Medienunternehmen am Mittwoch.

Zu Springer mit Sitz in Berlin gehören neben "Bild" und "Welt" unter anderem auch die Nachrichtenseite "Business Insider", die News-App "Upday" sowie Kleinanzeigenportale wie "Immonet" und "Stepstone". Der Konzern betreibt zudem den TV-Nachrichtensender Welt. Im vergangenen Jahr steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 4,1 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro.