Studie warnt vor Lehrermangel an Grundschulen

epd-bild / Gustavo Alabiso Die Bertelsmann Stiftung schlägt Alarm: Da an den Grundschulen künftig mehr Kinder unterrichtet werden müssen als bislang erwartet, fehlen Lehrerinnen und Lehrer.

09.09.2019

Bis zum Jahr 2025 könnten nach Prognosen der Bertelsmann Stiftung deutlich mehr Grundschullehrer fehlen als bislang angenommen. Voraussichtlich mindestens 26.300 zusätzliche Absolventen würden bis dahin benötigt, erklärte die Stiftung am Montag in Gütersloh. Die Kultusministerkonferenz (KMK) sei in einer Prognose noch von lediglich rund 15.300 fehlenden Lehrkräften ausgegangen. Doch die Zahlen der künftigen Schüler würden mittlerweile höher geschätzt.

Kultusministerkonferenz hat weniger Schüler geschätzt

Im Jahr 2025 werde es laut der aktuellen Schülerprognose auf der Basis der aktuellen Schätzung des Statistischen Bundesamts insgesamt 3,064 Millionen Grundschülerinnen und -schüler geben. Das seien rund 168.000 Kinder mehr als von der Kultusministerkonferenz im Oktober 2018 geschätzt. Für das Jahr 2030 geht die Studie von 3,181 Millionen Grundschülern aus, 162.000 mehr als die Kultusministerkonferenz.

Für die Studie haben Bildungsforscher laut Bertelsmann Stiftung die Prognose der KMK mit der Schülerzahlentwicklung verglichen, die sich aus der jüngsten Bevölkerungsvorausschätzung des Statistischen Bundesamts vom Juni dieses Jahres ableiten lässt.