Dresdner Albertinum präsentiert frühes Werk von Penck

epd-bild/Matthias Rietschel Unter dem Titel "Ich aber komme aus Dresden (check it out man, check it out)" sind vor allem frühe Werke des Künstlers A.R. Penck im Dresdner Albertinum zu sehen.

04.10.2019

Die Dresdner Kunstsammlungen widmen dem Ausnahmekünstler A.R. Penck (1939-2017) eine Ausstellung im Albertinum. Unter dem Titel "Ich aber komme aus Dresden (check it out man, check it out)" sind vor allem frühe Werke bis zu seiner Ausreise aus der DDR 1980 zu sehen. Die Präsentation mit Bildern, Skulpturen, Filmen und Skizzen sei ein Streifzug durch sein vielseitiges Werk, sagte Kurator Mathias Wagner am Freitag in Dresden.

Anlass für die Ausstellung ist Pencks 80. Geburtstag an diesem Samstag. Im Fokus stehe sein bis heute wenig beachtetes Werk als Schöpfer von Super-8-Filmen sowie als Musiker. Seine Plattenhüllen entwarf er selbst, etliche werden gezeigt. Bisher unveröffentlichte Aufnahmen sind zu hören. 17 seiner Skizzen- und Künstlerbücher wurden digitalisiert, der Besucher kann in der Ausstellung darin blättern.

Heimlicher Star der Dresdner Kunstszene

Penck galt Wagner zufolge als der heimliche Star der Dresdner Kunstszene. Offiziell habe er in der DDR nie Anerkennung gefunden, Studium und Mitgliedschaft beim staatlichen Verband Bildender Künstler blieben ihm verwehrt. Ausgeschlossen vom offiziellem Kunstbetrieb erklärte sich Ralf Winkler, der ab 1968 unter dem Pseudonym A.R. Penck bekannt wurde, eigenmächtig zum Künstler.

Entlang der chronologischen Werkentwicklung erzählt die Ausstellung bis 12. Januar zudem von vielfältigen Kooperationen mit anderen Künstlern. Dazu gehören neben den Musikaktivitäten der frühe Freundeskreis um Jürgen Böttcher (Strawalde), die 1978 gegründete Druckwerkstatt "Obergrabenpresse", die Künstlergruppe "Lücke" (1971-76) und seine Zusammenarbeit mit dem Videokünstler Wolf Kahlen in Berlin (1980).