Klimaaktivisten blockieren Brücke im Berliner Regierungsviertel

epd-bild/Christian Ditsch Aktivisten der Klimabewegung "Extinction Rebellion" besetzten in Berlin die Marschallbrücke im Regierungsviertel. Weiterhin blockiert wurde der Große Stern an der Siegessäule. Weitere Blockaden sind geplant.

09.10.2019

Klimaaktivisten haben am Mittwoch die Blockaden von Straßen und Plätzen in Berlin fortgesetzt. In den frühen Morgenstunden besetzten Teilnehmer der Klimabewegung "Extinction Rebellion" ("Aufstand gegen das Aussterben") die Marschallbrücke im Berliner Regierungsviertel. Weiterhin blockiert wurde zudem der Große Stern an der Siegessäule. Um Besetzungen von weiteren Brücken zu verhindern, riegelte die Polizei im Regierungsviertel unter anderem die Kronprinzenbrücke präventiv ab.

Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter erklärte "Extinction Rebellion" am Mittwoch, am 30. Jahrestag der friedlichen Revolution rebelliere man wieder friedlich gegen ein ungerechtes System: "Klimapakete wie sie die Bundesregierung verabschiedet hat, reichen nicht. Deshalb rebellieren wir."

Druck erhöhen

Die angekündigten Blockadeaktionen in der Hauptstadt hatten am Montag begonnen und sich zunächst auf den Großen Stern und den Potsdamer Platz konzentriert, der am Dienstag geräumt wurde. An den Aktionen beteiligten sich laut "Extinction Rebellion" bislang mehrere tausend Teilnehmer. Laut Polizei verliefen die Proteste friedlich. In den kommenden Tagen sind in Berlin weitere Blockaden geplant.

Mit ihren Aktionen will die Klimabewegung "Extinction Rebellion" den Druck auf die Bundesregierung erhöhen. Ziel des "Aufstandes gegen das Aussterben" seien bedeutend strengere Vorschriften als die von der Bundesregierung im Rahmen ihres Klimapaketes vereinbarten Maßnahmen, hieß es.