Bundeswehr benennt Kaserne nach Widerständler der «Weißen Rose»

epd-bild / Michael McKee Die Kaserne "Hochbrück" im Münchner Norden wird am Mittwoch in Christoph-Probst-Kaserne umbenannt. Probst wurde 1943 vom nationalsozialistischen Regime hingerichtet, weil er sich der "Weißen Rose" angeschlossen hatte.

04.11.2019

Erstmals benennt die Bundeswehr eine Kaserne nach einem Angehörigen der NS-Widerstandsgruppe "Weiße Rose". Am Mittwoch werde die Liegenschaft "Hochbrück" im Münchner Norden in Christoph-Probst-Kaserne umbenannt, wie die Bundeswehr mitteilte. Probst war Student der Medizinwissenschaften und gehörte während des Zweiten Weltkrieges als Sanitätsfeldwebel einer Studentensanitätskompanie der Luftwaffe an. Am 22. Februar 1943 wurde er vom nationalsozialistischen Regime hingerichtet, weil er sich der "Weißen Rose" um die Geschwister Hans und Sophie Scholl angeschlossen hatte.

Auf dem Münchner Kasernengelände sind das Zentrale Institut des Sanitätsdienstes der Bundeswehr und eine Außenstelle des Bundeswehrkrankenhauses Ulm untergebracht. Der Vorschlag zur Umbenennung geht auf die dort stationierten Soldaten zurück. Zur Feier der neuen Namensgebung am Mittwoch werden Nachfahren von Christoph Probst erwartet.