300. Montagsdemonstration am Frankfurter Flughafen

epd-bild/Heike Lyding Zur 300. Montagsdemonstration gegen den Flughafenausbau in Frankfurt erwarten die Initiatoren mehr als 1.000 Teilnehmer. Seit 2011 versammeln sich Bürger, um gegen den Lärm und die Umweltschäden durch die Flüge zu demonstrieren.

04.11.2019

Das Bündnis der Bürgerinitiativen gegen den Flughafenausbau in Frankfurt am Main ruft für den 11. November zur 300. Montagsdemonstration auf. Zu der Kundgebung ab 18 Uhr im Terminal 1 würden der Mainzer Kabarettist Lars Reichow und eine Mainzer Fastnachtskapelle erwartet, sagte Pressesprecher Thomas Scheffler dem Evangelischen Pressedienst (epd). Zur Jubiläumsdemonstration rechnen die Bürgerinitiativen mit 1.000 bis 1.500 Teilnehmer.

Nachtflugverbot solle ausgeweitet werden

Auf der Demonstration soll nach Schefflers Angaben eine Kampagne gegen Kurzstrecken- und Inlandsflüge unter dem Motto "Deutschland fliegt nicht" ins Leben gerufen werden. Die wichtigsten Forderungen der Bürgerinitiativen seien die Verlagerung der Inlandsflüge auf die Schiene und die Verringerung der Flugbewegungen auf dem Frankfurter Flughafen von mehr als 500.000 im vergangenen Jahr auf 380.000 jährlich. Außerdem solle das Nachtflugverbot in Frankfurt von 23 bis 5 Uhr auf 22 bis 6 Uhr ausgeweitet werden. "Exzessiver Dauerlärm durch an- und abfliegende Flugzeuge, hohe Feinstaubbelastungen unter den Flugrouten, Gefahren durch herabfallende Ziegel nach Wirbelschleppen gefährden Gesundheit und Leben", teilten die Bürgerinitiativen mit.

Seit dem 14. November 2011, nach Inbetriebnahme der Nordwestlandebahn, versammeln sich jeden Montagabend Bürger im Terminal 1 des Flughafens, um gegen den Lärm und die Umweltschäden durch die Flüge zu protestieren. In der Regel kämen derzeit 100 bis 250 Personen zur Montagsdemonstration, sagte Scheffler. Als größten Erfolg werteten die Bürgerinitiativen die Einführung des begrenzten Nachtflugverbots.