Überall bleibt Vorsitzender des Journalisten-Verbands

epd-bild/Michael Schick Mit 84,3 Prozent ist Frank Überall für zwei weitere Jahre erneut zum Bundesvorsitzenden des Deutschen Journalisten-Verbands gewählt worden. Er kündigte an, sich nachdrücklich für den Erhalt der Pressefreiheit einzusetzen.

04.11.2019

Frank Überall bleibt Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV). Die Delegierten des DJV-Verbandstags in Berlin bestätigten den freien Journalisten und Medienwissenschaftler mit 84,3 Prozent für zwei weitere Jahre in seinem Amt, wie der Verband am Montag mitteilte. Der 48-Jährige steht seit Ende 2015 an der Spitze des DJV.

Überall arbeitet unter anderem als Reporter für den WDR und lehrt an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Köln. Er kündigte an, sich zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen des neuen Bundesvorstands nachdrücklich für den Erhalt der Pressefreiheit einzusetzen: "Wenn Rechtspopulisten in der Systempresse ihren Feind sehen, dann nehmen wir diesen Kampf auf", sagte er.

Gewerkschaft und Berufsverband

In einem Schreiben an die Kultusministerkonferenz bot Überall zudem die Mitarbeit des DJV bei der Stärkung der Medienkompetenz im Schulunterricht an. Immer wieder sei festzustellen, "wie problematisch die Kenntnisse in Sachen Qualität und Verifizierbarkeit 'echter' journalistischer Medien sind", führte er darin aus. "Wir halten es daher für dringend angebracht, dem verantwortungsvollen Umgang mit - vor allem digitalen - Medien einen größeren Raum im Unterricht einzuräumen."

Der DJV-Verbandstag hat am Sonntag begonnen und dauert bis Dienstag. Im Laufe des Montags sollten die anderen Mitglieder des aus sieben Personen bestehenden Bundesvorstands gewählt werden. Der DJV, der als Gewerkschaft und als Berufsverband agiert, hat nach eigenen Angaben rund 33.000 Mitglieder.