Jahrestagung der evangelischen Kirche beginnt in Dresden

epd-bild / Hanno Gutmann Am Sonntag wird in Dresden die EKD-Synodentagung eröffnet. Das höchste Gremium der EKD wird das Thema "Frieden" in den Blick nehmen. Auf der Tagesordnung steht auch der Stand der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle.

06.11.2019

Mit dem Treffen der lutherischen Landeskirchen beginnt an diesem Donnerstag die Jahrestagung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). In Dresden kommen zunächst die Vertreter der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) zu ihrer Generalsynode zusammen. Am Sonntag wird in der Stadt an der Elbe die viertägige EKD-Synodentagung eröffnet. Außerdem trifft sich am Freitag und Samstag die Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen.

Die VELKD ist ein Zusammenschluss von sieben evangelisch-lutherischen Landeskirchen innerhalb der EKD, darunter die bayerische, die sächsische und die hannoversche Landeskirche. Zur VELKD gehören rund 8,6 Millionen Gläubige. Seit 2018 steht der hannoversche Landesbischof Ralf Meister der VELKD als Leitender Bischof vor.

Bischöfe geben Nachfolge Rentzings bekannt

Während der Generalsynode werden die Bischöfe bekanntgeben, wer Carsten Rentzing im Amt des stellvertretenden Leitenden VELKD-Bischofs nachfolgen soll. Der sächsische Landesbischof Rentzing war jüngst zurückgetreten. Im Oktober war bekanntgeworden, dass Rentzing zwischen 1989 und 1992 als Autor für die rechtskonservative Zeitschrift "Fragmente" tätig war. Das Landeskirchenamt stufte die von ihm als Student verfassten Texte als "elitär, in Teilen nationalistisch und demokratiefeindlich" ein.

Die EKD-Synode wird von Sonntag an das Thema "Frieden" in den Blick nehmen. Auf der Tagesordnung steht auch der Stand der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle. Es wird erwartet, dass die Kirchenvertreter zudem über die kirchliche Initiative für ein Seenotrettungsschiff im Mittelmeer diskutieren werden.

Die Synode ist das höchste Gremium der EKD und eine Art Kirchenparlament. Rund 21,1 Millionen Protestanten werden von der EKD repräsentiert.