Umsatz- und Gewinn-Einbußen bei Axel Springer

epd-bild/Rolf Zoellner Das Medienunternehmen Axel Springer hat in den vergangenen neun Monaten Einbußen bei Umsatz und Gewinn zu verzeichnen.

06.11.2019

Erwirtschaftet wurde konzernweit ein Umsatz von 2,26 Milliarden Euro, wie Springer am Mittwoch in Berlin mitteilte. Damit lag das Unternehmen 2,7 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres (rund 2,33 Milliarden Euro). Das bereinigte Vorsteuerergebnis (Ebitda) sank den Angaben zufolge um fast 19 Prozent auf 439,8 Millionen Euro (Vorjahreswert: 541,4 Millionen Euro). Der bereinigte Konzernüberschuss sank ebenfalls deutlich um 32 Prozent auf 174,5 Millionen Euro. Trotz der "schwächer als erwartet verlaufenden Erlösentwicklung" habe Springer weiter investiert.

"Wir stellen jetzt die Weichen noch stärker für ein langfristiges Wachstum", erklärte der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner. Springer wolle Weltmarktführer bei digitalem Journalismus und im digitalen Anzeigengeschäft ("digitalen Classifieds") werden, zu dem Job- und Immobilienportale gehören. "Dafür werden wir uns nach Vollzug des Übernahmeangebots mit KKR als Partner darauf konzentrieren, unsere Wachstums- und Investitionsstrategie zu beschleunigen", sagte Döpfner.

Stellenabbau in einigen Bereichen geplant

Der US-amerikanische Großinvestor KKR übernimmt künftig mehr als 42,5 Prozent der Springer-Anteile und will den Konzern von der Börse nehmen. Der Einstieg muss noch von mehreren Aufsichtsbehörden genehmigt werden. In dem Medienunternehmen ist ein Umbau und ein Stellenabbau in einigen Bereichen geplant, der besonders die Springer-Zeitungen ("Bild" und "Welt" sowie deren Sonntagsausgaben) betrifft.

Als Grund für die schlechteren Zahlen in den ersten neun Monaten nannte Springer vor allem Rückstellungen, mit denen die Kosten für die "umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen" im Zeitungsbereich finanziert werden sollen. Bei Springer arbeiteten im Berichtszeitraum durchschnittlich 16.094 Beschäftigte, im Vorjahr waren es 16.367.