ProSiebenSat1: Gewinn geht abermals deutlich zurück

07.11.2019

Der Umsatz sei um vier Prozent auf 2,79 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Vorstandsvorsitzende Max Conze am Donnerstag in Unterföhring bei München mit. Im Vorjahr lag er bei 2,69 Milliarden Euro. Der bereinigte Vorsteuergewinn (Ebitda) ging im Jahresverlauf indes um 16 Prozent auf 534 Millionen Euro zurück (Vergleichswert des Vorjahres: 634 Millionen Euro). Unterm Strich stand ein Rückgang um zwölf Prozent auf 248 Millionen Euro.

Das Ergebnis sei auf niedrige TV-Werbeerlöse sowie die Entscheidung des Konzerns zurückzuführen, weiter in die Zukunft des Entertainment-Geschäfts und in ein beschleunigtes Wachstum im Bereich E-Commerce (Tochterunternehmen Nucom Group) zu investieren, hieß es zur Begründung.

Mehr als 50 Prozent aus Nicht-TV-Werbegeschäft

Mehr als die Hälfte des Umsatzes (56 Prozent) komme aus dem Nicht-TV-Werbegeschäft, erklärte Conze. Zum Umsatzwachstum hätten insbesondere ein Plus von 37 Prozent im digitalen und smarten Werbemarkt sowie zweistellige Raten bei der Produktions-Holding Red Arrow Studios (21 Prozent) und bei der Nucom Group (13 Prozent) beigetragen.

Die Streaming-Plattform Joyn ist den Unternehmensangaben zufolge nach einem Launch "weiter auf Erfolgskurs" - mit rund fünf Millionen monatlichen Nutzern und 4,9 Millionen installierten Apps. Joyn bietet Livestreams von mehr als 50 TV-Sendern sowie ein On-Demand-Angebot an eigenproduzierten Serien und Shows an. Zusammen mit der Werbung in Smart-TVs habe dieser Geschäftsbereich einen Teil der Ausfälle der TV-Werbeerlöse kompensiert, hieß es.

Beliebt: "The Voice of Germany"

Im TV-Zuschauermarkt lagen die Sender der ProSiebenSat.1 Group bei einem Marktanteil von 28,3 Prozent der 14- bis 49-Jährigen in den ersten neun Monaten über dem Vorjahreswert (27,5 Prozent). Insbesondere die Formate "The Voice of Germany", "Late Night Berlin" und "Das große Backen" seien auf allen Plattformen bei den Zuschauern beliebt.

Zum Ausblick ließ der Konzern verlauten, man halte an den Gesamtjahreszielen fest. Demnach wird ein Anstieg des Umsatzes im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet.