Grüne: Kinder brauchen Smartphone und Laptop

epd-bild / Thomas Lohnes Nach Ansicht der Grünen gehören Laptops oder Smartphones zum Existenzminimum von Kindern. "Alle Kinder sollen die Potenziale der Digitalisierung positiv für sich nutzen können" heißt es in einem Positionspapier.

08.11.2019

Kinder von Hartz-IV-Empfängern sollen nach Ansicht der Grünen über ein Smartphone und einen Laptop verfügen dürfen. "Alle Kinder sollen die Potenziale der Digitalisierung positiv für sich nutzen können" heißt es in einem Positionspapier der Grünen-Bundestagsfraktion zu digitaler Bildung, aus dem das "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (Freitag) zitiert. Laptops oder Smartphones gehörten zum Existenzminimum von Kindern und müssten bei der Ermittlung dessen, was sie zum Aufwachsen brauchen, berücksichtigt werden.

Die Grünen fordern demnach, dass Regelsätze und Bedarfe für Haushalte, die Arbeitslosengeld II beziehen, neu berechnet werden sollten. Sie wollen zudem, dass Lehrer für den Einsatz neuer Medien im Unterricht umfassend fortgebildet werden. Auch müssten die Eltern in ihrer Medienkompetenz geschult werden.

Sicher und selbstbestimmt

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt sagte dem "RedaktionsNetzwerk", Kinder und Jugendliche sollten in der digitalen Welt sicher und selbstbestimmt unterwegs sein können. "Dafür müssen sie Smartphone, Tablet und Co. kompetent nutzen und vor möglichen Risiken geschützt werden."

Göring-Eckardt forderte auch eine stärkere Regulierung für Plattformbetreiber. Auch Gaming-Plattformen müssten klare Vorgaben zur Löschung von strafrechtsrelevanten Äußerungen erhalten. Auf solchen Plattformen seien Kinder und Jugendliche "besonders gefährdet, mit problematischen Inhalten konfrontiert zu werden". Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz müsse grundlegend reformiert werden.