Hunderttausende Demonstranten bei «Fridays for Future» erwartet

epd-bild / Christian Ditsch Im Rahmen des vierten "globalen Klimastreiks" der Bewegung "Fridays for Future" am Freitag sind Aktionen an mehr als 500 Orten in Deutschland geplant. Die Organisatoren rechnen mit Hunderttausenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

28.11.2019

Die Bewegung "Fridays for Future" ruft für Freitag wieder zu Demonstrationen für einen besseren Klimaschutz auf. In Deutschland sind im Rahmen des mittlerweile vierten "globalen Klimastreiks" Aktionen an mehr als 500 Orten geplant, wie die Bewegung mitteilte. Erwartet würden Hunderttausende Teilnehmer, sagte "Fridays for Future"-Mitorganisatorin Carla Reemtsma am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Mit den größten Demonstrationen werde in Berlin, Hamburg und Köln gerechnet. Weltweit seien Aktionen in 150 Staaten geplant.

#NeustartKlima

Anlass der Proteste ist die von Montag an in Madrid tagende Weltklimakonferenz COP25. Unter dem Motto #NeustartKlima werde gegen "Untätigkeit der Bundesregierung" protestiert, hieß es. "Nach dem unzureichenden Klimapaket ist ein Neustart der deutschen Klimaschutzbemühungen notwendig, um auf der UN-Klimakonferenz in Madrid Verantwortung für globale Klimagerechtigkeit zu übernehmen", erklärte "Fridays for Future".

Zuletzt waren beim dritten "globalen Klimastreik" am 20. September nach Angaben der Bewegung in ganz Deutschland 1,4 Millionen Menschen auf die Straße gegangen. "Fridays for Future" verlangt die Einhaltung der Pariser Klimaziele, also eine Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter. Weitere Forderungen zielen auf einen raschen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und eine schnelle Bepreisung von Kohlendioxid-Emissionen.