Chile übernimmt Vorsitz der Weltklimakonferenz

epd-bild/Christian Ditsch Ursprünglich sollte die Weltklimakonferenz in der chilenischen Hauptstadt Santiago stattfinden, musste aber wegen der dortigen Unruhen kurzfristig nach Madrid verlegt werden. Die chilenische Umweltministerin hat am Montag den Vorsitz übernommen.

02.12.2019

Die chilenische Umweltministerin Carolina Schmidt hat am Montag den Vorsitz der Weltklimakonferenz übernommen. Vor Delegierten aus mehr als 190 Ländern sagte Schmidt zum Auftakt des UN-Gipfels in Madrid, dass die Menschen im Zentrum der Klimapolitik stehen müssten.

Ursprünglich sollte der Gipfel in der chilenischen Hauptstadt Santiago stattfinden, musste aber wegen der dortigen Unruhen kurzfristig in die spanische Hauptstadt verlegt werden. An der offiziellen Eröffnung am späten Vormittag sollte auch UN-Generalsekretär António Guterres teilnehmen.

Viele Hoffnungen ruhen auf der EU

In Madrid soll bis zum 13. Dezember über die weitere Umsetzung des Pariser Klimaabkommens beraten werden. Die Vereinbarung setzt das Ziel, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad und wenn möglich sogar auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.

Viele Hoffnungen ruhen auf der Europäischen Union, die in der spanischen Hauptstadt eine Erhöhung ihrer CO2-Ziele verkünden könnte. An der Konferenz nehmen neben den Regierungsvertretern auch Umweltschützer, Religionsvertreter und andere Repräsentanten der Zivilgesellschaft teil. Unter anderen hat die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg ihr Kommen angekündigt.