Deutsche geben durchschnittlich 35 Euro je Spende

epd-bild/Norbert Neetz Die Zahl der Spender in Deutschland geht zwar seit Jahren kontinuierlich zurück, doch das Gesamtspendenvolumen bleibt stabil. 3,3 Milliarden Euro spendeten die Deutschen von Januar bis September 2019.

02.12.2019

Die Deutschen haben von Januar bis September 2019 rund 3,3 Milliarden Euro gespendet. Das ist das drittbeste Ergebnis seit Beginn der Erhebung im Jahr 2005, wie der Deutsche Spendenrat auf seiner Jahrespressekonferenz am Montag in Berlin mitteilte. Dabei geht die Zahl der Spender seit Jahren kontinuierlich zurück. Im Vergleich zum Vorjahr sank ihre Zahl um 800.000 auf etwa 15,7 Millionen. Im Vorjahr wurden noch 16,5 Millionen Spender registriert. Etwa drei Viertel der Spenden gehen laut Spendenrat in die humanitäre Hilfe (75,3 Prozent).

Generation 70 plus am spendenfreudigsten

Die durchschnittliche Spende pro Spendenakt lag wie im Vorjahr bei rund 35 Euro. Damit liege dieser Wert erneut auf dem Rekordniveau des Ausnahmejahres 2015, sagte Spendenrat-Geschäftsführer Max Mälzer. Im Durchschnitt spendeten die Deutschen knapp sechs Mal im Jahr, der höchste Wert seit 2005. Beide Faktoren sorgten maßgeblich dafür, dass trotz rückläufiger Zahl von Spendenden die Entwicklung des Gesamtspendenvolumens stabil bleibt, sagte Mälzer.

Am spendenfreudigsten ist die Generation 70 plus. Allein 5,2 Millionen Menschen aus dieser Altergruppe spendeten zwischen Januar und September insgesamt 1,332 Milliarden Euro. Pro Spender waren das durchschnittlich 255 Euro. Höher lag nur der durchschnittliche Spendenwert in der Altersgruppe 40 bis 49 Jahre mit 263 Euro pro Spender. Ermittelt werden die Daten zum Spendenverhalten seit 2005 vom Nürnberger GfK Marktforschungsinstitut. Befragt werden 10.000 Menschen.