Heye fordert mehr staatsbürgerlichen Unterricht

epd-bild/Christian Ditsch Angesichts von Morddrohungen gegen Menschen, die sich politisch oder gesellschaftlich engagierten, werde in den Schulen zu wenig geredet, sagt Uwe-Karsten Heye. Der Vorstandsvorsitzende des Vereins "Gesicht zeigen!" fordert mehr staatsbürgerlichen Unterricht.

08.01.2020

Der Verein "Gesicht zeigen!" fordert mehr Zeit für staatsbürgerlichen Unterricht an den Schulen. Angesichts von Morddrohungen gegen Menschen, die sich politisch oder gesellschaftlich engagierten, werde in den Schulen zu wenig geredet, kritisierte der Vorstandsvorsitzende Uwe-Karsten Heye am Mittwoch im SWR. Die Bürger, auch die jungen, müssten sich zu Hause, aber auch in der Schule fragen, "was ist eigentlich unsere Aufgabe in einer Welt, die so durcheinandergeraten ist, wie wir es zurzeit haben", sagte Heye.

Es wäre notwendig, "wenigstens eine Stunde pro Woche" über drängende Fragen zu reden, dass zu verhindern sei, "dass wieder neuer Nationalismus die Welt in Grenzen schafft und Menschen auseinanderbringt", forderte Heye. Der Vorstandsvorsitzende von "Gesicht zeigen!" und frühere Regierungssprecher sagte, er selbst habe keine Angst, sich zu äußern. Er räumte aber ein, dass er sich manchmal umschaue, wenn er unterwegs sei.