Nach KKR-Einstieg: Wechsel im Springer-Aufsichtsrat

epd-bild/Rolf Zöllner Der US-Finanzinvestor KKR war im vergangenen Jahr mit über 40 Prozent der Anteile bei Axel Springer eingestiegen. Drei Vertreter von KKR sind nun in den Springer-Aufsichtsrat entsendet worden. Vergrößert wird der Aufsichtsrat nicht.

09.01.2020

Der US-Finanzinvestor KKR entsendet nach seinem Einstieg bei Axel Springer drei Vertreter in den Aufsichtsrat des Medienkonzerns. Einen Sitz in dem Gremium erhält unter anderem KKR-Europachef Johannes Huth, wie Springer am Donnerstag in Berlin mitteilte. Vergrößert wird der neunköpfige Aufsichtsrat nicht: Drei Mitglieder haben ihre Sitze demnach zum Jahresende abgegeben. KKR war im vergangenen Jahr mit über 40 Prozent der Anteile bei Springer eingestiegen.

Neu im Aufsichtsrat sind den Angaben zufolge auch Philipp Freise, Co-Leiter des europäischen Private-Equity-Geschäfts von KKR, und Franziska Kayser, Director Private Equity mit Schwerpunkt auf Technologie, Medien und Telekommunikation. Ihre Mandate niederlegt haben demnach Alexander Karp, Gründer des US-Softwareanbieters Palantir Technologies, und Iris Knobloch, die das Frankreich-Geschäft von Warner Bros. Entertainment leitet. Ebenfalls ausgeschieden ist Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung beim Maschinenbauer Trumpf.

Vorsitzender des Aufsichtsrates ist Ralph Büchi, Vizechef beim Schweizer Medienunternehmen Ringier. Büchis Stellvertreterin ist die Verlegerin Friede Springer. KKR hatte im Dezember rund 44,3 Prozent der Springer-Anteile übernommen und ist damit größter Einzelaktionär des Konzerns. Die Springer-Führung verspricht sich von dem im vergangenen Juni angekündigten Einstieg der Investmentfirma einen Wachstumsschub für die Digitalgeschäfte.