Grütters gibt NS-Raubkunst zurück an Erben

epd-bild / Rolf Zöllner Weitere als NS-Raubkunst identifizierte Gemälde sollen an die rechtmäßigen Erben zurückgegeben werden. Kulturstaatsministerin Monika Grütters will die Kunstwerke am 22. Januar übergeben.

09.01.2020

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) will weitere als NS-Raubkunst identifizierte Kunstwerke an die rechtmäßigen Erben zurückgeben. Darunter sind zwei Werke aus dem "Bestand Cornelius Gurlitt", wie die Pressestelle der Kulturstaatsministerin am Donnerstag in Berlin mitteilte. Die Gemälde sollen an die Erben des Anwalts und Kunstsammlers Armand Dorville (1875-1941) zurückgegeben werden.

Es handele sich um das Aquarell "Dame im Abendkleid" und das Ölgemälde "Porträt einer Dame" von Jean-Louis Forain (1852-1931) - beide aus dem Gurlitt-Nachlass - sowie um die Zeichnung "Amazone mit aufbäumendem Pferd" von Constantin Guys (1802-1858), die zuletzt in Privatbesitz war. Die Übergabe ist für den 22. Januar im Bundeskanzleramt geplant.

Der NS-Kunsthändler Hildebrand Gurlitt (1895-1956) vererbte seine umfangreiche Sammlung an seinen 2014 gestorbenen Sohn Cornelius, dessen Nachlass nun systematisch auf Raubkunst untersucht wird. Dazu sollen die Provenienzen aller mehr als 1.500 Werke erforscht werden.