Sicherheitspersonal für Museen im Dresdner Schloss aufgestockt

epd-bild/Matthias Rietschel Nach dem Juwelendiebstahl Ende November im Dresdner Residenzschloss ist das Sicherheitspersonal aufgestockt worden. Das Schloss wird nun auch von außen bewacht.

10.01.2020

Nach dem spektakulären Juwelendiebstahl wird das Dresdner Residenzschloss nun auch von außen bewacht. Tag und Nacht stehen gepanzerte Minibusse einer Sicherheitsfirma vor dem Schloss, in dem unter anderem das vom Diebstahl betroffene Historische Grüne Gewölbe untergebracht ist, wie ein Sprecher der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Freitag bestätigte. Aus dem Museum waren Ende November gut ein Dutzend Schmuckstücke von drei Juwelengarnituren aus der Zeit August des Starken gestohlen worden.

Das Sicherheitspersonal sei insgesamt aufgestockt worden, hieß es. Zahlen dazu gaben die Kunstsammlungen "aus Sicherheitsgründen" nicht bekannt. Der SKD zufolge wurde und wird in Abstimmung mit der Polizei das Sicherheitskonzept für das Residenzschloss überprüft. Das Historische Grüne Gewölbe ist noch geschlossen.

Gestohlene Ware wohl im Darknet angeboten

Unbekannte waren am frühen Morgen des 25. November gewaltsam durch ein vergittertes Fenster in das Grüne Gewölbe eingedrungen. Innerhalb von Minuten zertrümmerten sie dort mit einer Axt eine Glasvitrine und nahmen den Schmuck heraus. Der besondere Wert der Objekte ist der SKD zufolge durch die Vollständigkeit der Schmuckgarnituren begründet.

Wie die "Bild"-Zeitung am Donnerstagabend online berichtete, sind Teile der gestohlenen Brillant- und Diamantgarnituren über das Darknet für neun Millionen Euro angeboten worden. Das habe die israelische Sicherheitsfirma CGI bestätigt, die nach dem Einbruch das Sicherheitskonzept des Museums durchleuchten soll.