932 Organspender im vergangenen Jahr

epd-bild / Norbert Neetz 932 Menschen haben 2019 ihre Organe gespendet, teilte die Deutsche Stiftung Organtransplantation am Montag mit. Das sind etwas weniger Menschen als 2018. Vor zwei Jahren gab es 955 Organspender.

13.01.2020

Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation haben im vergangenen Jahr in Deutschland 932 Menschen nach ihrem Tod Organe gespendet. Damit habe sich die Zahl der Organspender annähernd auf dem Niveau von 2018 gehalten, als 955 Organspender gezählt wurden, teilte die Stiftung am Montag in Frankfurt am Main mit. Mit einer durchschnittlichen Spenderrate von 11,2 Spendern pro eine Million Einwohner bilde Deutschland nach wie vor eines der Schlusslichter im internationalen Vergleich.

Am Donnerstag will der Bundestag in Berlin über eine mögliche Gesetzesänderung bei der Regelung von Organspenden entscheiden. Eine Gruppe um Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Karl Lauterbach (SPD) tritt dabei für die Umkehrung des jetzigen Grundsatzes ein. Nach ihren Plänen soll jeder potenzieller Organspender sein, der dem zu Lebzeiten nicht widerspricht.

Eine anderer Entwurf sieht dagegen vor, dass die Organentnahme wie derzeit nur bei ausdrücklicher Zustimmung möglich ist. Die dahinterstehende Gruppe um Grünen-Chefin Annalena Baerbock will aber dafür sorgen, dass die Bürger regelmäßig dazu befragt werden, damit sie ihre Entscheidung möglichst dokumentieren.