Yasmil Raymond wird Rektorin der Frankfurter Städelschule

epd-bild / Thomas Rohnke Ab 1. April steht erstmals eine Frau an der Spitze der renommierten Städelschule in Frankfurt am Main.

07.02.2020

Die Kuratorin und Autorin Yasmil Raymond wurde vom Konvent und Rat der Kunsthochschule zur Rektorin und damit Nachfolgerin von Philippe Pirotte gewählt, wie die hessische Wissenschafts- und Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Pirotte bleibt dem Haus demnach weiter als Professor für Kunstgeschichte und Curatorial Studies erhalten.

Die 1977 geborene künftige Rektorin Raymond war zuletzt in New York bei der Dia Art Foundation und dem Museum of Modern Art tätig. Ministerin Dorn sagte, sie freue sich über diese Wahl. Yasmil Raymond verbinde hervorragende Expertise und Erfahrungen in weltweit berühmten Museen mit einem besonderen Gespür für Menschen und einer "mitreißenden Leidenschaft für Kunst".

Max Beckmann oder Jörg Immendorf

Raymond lebt bereits seit dem vergangenen Jahr in Frankfurt. In den USA arbeitete sie zunächst im Museum of Contemporary Art in Chicago, ehe sie ins Walker Art Center in Minneapolis wechselte. Dort war sie als Mitkuratorin an mehreren wegweisenden Ausstellungen beteiligt, so an "My Complement, My Enemy, My Oppressor, My Love", die 2008 mit dem Preis für "Best Monographic Museum Show Nationally" der International Association of Art Critics ausgezeichnet wurde.

Die Städelschule gehört seit 1. Januar 2019 zu den Hochschulen des Landes Hessen. Sie geht auf eine Stiftung des Frankfurter Bankiers Johann Friedrich Städel aus dem Jahre 1817 zurück, der mit der Gründung des Städels eine Ausbildungsstätte für talentierte junge Künstler mit einer der Öffentlichkeit zugänglichen Kunstsammlung verband. An der Städelschule lehrten international erfolgreiche Künstler wie Max Beckmann oder Jörg Immendorf.