Synagogenbau in Dessau-Roßlau

11.02.2020

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) wird am Mittwoch einen Fördermittelbescheid an die Jüdische Gemeinde in Dessau überreichen, wie die Staatskanzlei in Magdeburg mitteilte. Insgesamt stehen rund 1,9 Millionen Euro zur Verfügung.

Ausgeplündert und niedergebrannt

Die Jüdische Gemeinde in Dessau zählt rund 300 Mitglieder. Hinzu kommen etwa 160 Familienangehörige. Die neue Synagoge soll in Erinnerung an die jüdische Familie des Komponisten Kurt Weill (1900-1950) den Namen Weill tragen. Kurt Weills Vater Albert war einst Kantor der Jüdischen Gemeinde in Dessau.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 waren in Dessau bei den NS-Pogromen die 1908 eingeweihte Synagoge, das Gemeindehaus und die Trauerhalle auf dem Jüdischen Friedhof ausgeplündert und niedergebrannt worden. Zugewanderte gründeten die Jüdische Gemeinde 1994 neu. Die neue Synagoge soll auf dem Grundstück gebaut werden, auf dem einst die alte Synagoge stand.