Kunstsammlung NRW zeigt Picasso-Werke aus Kriegsjahren

epd-bild/Judith Michaelis Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen präsentiert Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen von Pablo Picaso aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Die Atmosphäre des Krieges sei in den Werken spürbar, sagt Museumsleiterin Susanne Gaensheimer.

13.02.2020

Werke von Pablo Picasso aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs zeigt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen ab Samstag in Düsseldorf. Unter dem Titel "Pablo Picasso - Kriegsjahre 1939 bis 1945" sind bis zum 14. Juni Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen des spanischen Künstlers (1881-1973) zu sehen. Die Atmosphäre des Krieges sei in den Werken spürbar, wenn Picasso auch nicht - wie in seinem berühmten Bild "Guernica" über den Spanischen Bürgerkrieg aus dem Jahr 1937 - unmittelbar auf die Ereignisse eingegangen sei, sagte Museumsleiterin Susanne Gaensheimer am Donnerstag. Picasso habe selbst ausdrücklich darauf hingewiesen, dass seine Bilder von ihrer Zeit geprägt seien.

Seine Kunst galt als "entartet"

Picasso hatte ein Atelier in Paris. Obwohl er vorübergehend in die sicherere Stadt Royan in Westfrankreich gezogen war, lebte und arbeitete er auch während der Besatzung der französischen Hauptstadt durch deutsche Truppen ab 1940 meist in Paris. Seine Kunst galt den Nationalsozialisten als "entartet". Sie verboten ihm auszustellen. Picasso hielt aber Kontakt zu deutschen Malern. So habe er den ebenfalls als "entartet" verfemten Paul Klee 1937 in Berlin besucht, sagte NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos). Picasso habe sich allerdings nicht in den Widerstand gegen die deutsche Besatzung begeben, sondern sich in sein Atelier zurückgezogen.

Die Ausstellung zeigt neben den Kunstwerken auch Zeitdokumente wie Fotografien, Bücher und Ausschnitte aus Zeitungen. Darin ist etwa Picassos Beitritt zur Kommunistischen Partei Frankreichs im Oktober 1944 - nach der Befreiung von Paris - dokumentiert.