Europarats-Kommission beklagt strukturellen Rassismus in der Schweiz

epd-bild / Thomas Hodel In der Schweiz seien schwarze Menschen besonders häufig Zielgruppen für Polizeikontrollen, beklagt eine Kommission des Europarats.

19.03.2020

Eine Kommission des Europarats hat einen institutionellen und strukturellen Rassismus bei der Schweizer Polizei beklagt. Man sei "insbesondere alarmiert, dass eine Reihe von Polizeiaktivitäten zum Tod von Schwarzen geführt hat", heißt es in einem Bericht der Europäischen Kommission gegen Rassismus und Intoleranz, der am Donnerstag in Straßburg veröffentlicht wurde. Insgesamt seien Dunkelhäutige eine besondere Zielgruppe für Polizeikontrollen, die häufig Festnahmen und die Durchsuchung auf Drogen einschlössen.

Die Europäische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz gehört zum Europarat. Sie untersucht regelmäßig die Situation in dessen Mitgliedstaaten, zu denen auch die Schweiz zählt.