USA: Weiße Evangelikale halten auch in Corona-Krise zu Trump

20.03.2020

Weiße evangelikale US-Christen halten laut einer Umfrage auch in der Corona-Krise zu Präsident Donald Trump. Einer am Donnerstag in Washington vorgestellten Umfrage des Forschungsinstituts Pew Research Center zufolge sind 77 Prozent der weißen Evangelikalen "sehr stark" oder "ziemlich" überzeugt, dass Trump in der Krise "gute Arbeit" leistet.

Angehörige anderer Religionsgruppen äußerten sich weniger positiv. Nur 58 Prozent der moderaten Protestanten, 52 Prozent der Katholiken, 31 Prozent der jüdischen US-Amerikaner und 28 Prozent der Menschen ohne religiöse Bindung vertrauen Trumps Maßnahmen gegen das Corona-Virus. Unter den schwarzen Protestanten glauben sogar nur 20 Prozent, dass Trumps Krisenmanagement überzeugt.

Fast 9.000 US-Amerikaner befragt

8.914 US-Amerikaner wurden bei der Erhebung vom 10. bis 16. März befragt. Zu diesem Zeitpunkt waren die Befragten geteilter Meinung über das Ausmaß der Bedrohung. 47 Prozent stuften das Virus als "größere Bedrohung" der Gesundheit der US-Amerikaner ein, 45 Prozent als "kleine Bedrohung". Von den weißen Evangelikalen sahen nur 32 Prozent das Virus als "größere Bedrohung". Am 13. März hatte Trump wegen der Ausbreitung des Virus den nationalen Notstand ausgerufen.

Die Erhebung ist Teil einer Langzeitstudie des Pew Research Center zu gesellschaftlichen Trends. Weiße Evangelikale gelten als treue Anhänger des Präsidenten. Rund 80 Prozent der weißen evangelikalen Wähler haben für ihn gestimmt. Der erste Corona-Fall in den USA wurde Ende Januar bekannt. Am Donnerstag gab es in den USA mehr als 10.000 bestätigte Fälle.