Streamingdienst Disney+ startet in Deutschland

24.03.2020

Mit mehr als 500 Filmen, rund 350 Serien, exklusiven Originalstorys sowie Tausenden TV-Episoden aus dem konzerneigenen Unterhaltungs-Universum sei Disney+ ab sofort "das neue Streaming-Zuhause für viele der weltweit beliebtesten Geschichten", teilte die Walt Disney Company am Dienstag in München mit. Das werbefreie Angebot soll 6,99 Euro im Monat kosten oder alternativ zum Jahrespreis von 69,99 Euro erhältlich sein.

Zugleich ist der Streaming-Service den Angaben zufolge auch in Großbritannien, Irland, Italien, Spanien, Österreich und der Schweiz an den Start gegangen. In Frankreich soll es Disney+ ab dem 7. April geben. In den USA, Kanada und den Niederlanden ist Disney+ bereits seit November verfügbar.

Für Abwechslung sorgen

"Der zeitgleiche Launch von Disney+ in sieben Ländern markiert einen neuen, großen Meilenstein für uns”, sagte Kevin Mayer, Vorsitzender von Walt Disney Direct-to-Consumer & International. "Wir hoffen sehr, dass wir mit Disney+ in diesen schwierigen Zeiten für etwas Abwechslung sorgen können." Eltern könnten Kinder-Profile erstellen, die einfach zu bedienen seien und kindgerechte Inhalte böten.

Zum Start kündigte die Disney Company unter anderem an: die Serie "The Mandalorian" des Produzenten Jon Favreau, die Serien-Adaption des Films "High School Musical" mit vielen Songs und Soundtracks aus dem Original, die Dokumentationsreihe "The World According to Jeff Goldblum”, die die Alltagswelt humorvoll unter die Lupe nimmt, und eine Neuverfilmung des Animationsklassikers "Susi und Strolch".

Konkurrenz für Netflix und Amazon Prime Video

Auf Disney+ ist außerdem die Kult-Animationsserie "Die Simpsons" zu sehen. 30 Staffeln und mehr als 600 Folgen seien erstmalig auf einen Schlag abrufbar, hieß es. Staffel 31 werde später in diesem Jahr verfügbar sein.

Um das reibungslose Funktionieren der Breitbandinfrastruktur bei der erhöhten Verbrauchernachfrage durch Disney+ sicherzustellen, werde der Streaming-Service zum Launch die Nutzung der gesamten Bandbereite um mindestens 25 Prozent senken, kündigte der Konzern an. Gestreamt werden kann demnach auf allen bekannten Mobilgeräten und internetfähigen TV-Geräten, auch auf Spielekonsolen und Smart-TVs.

Der Unterhaltungskonzern macht mit dem neuen Angebot den Streaming-Dienstleitern Netflix und Amazon Prime Video Konkurrenz. Das günstigste von drei verschiedenen Netflix-Abos ist derzeit für 7,99 Euro pro Monat erhältlich. Amazon Prime, das neben dem Streamingdienst Prime Video weitere Dienstleistungen des Konzerns umfasst, ist zum regulären Jahrespreis von 69 Euro zu haben.