Hamburger Michel startet «Masterplan 2025»

epd-bild/Stephan Wallocha Der Kirchplatz des Hamburger Michels soll in den kommenden Jahren für 7,5 Millionen Euro umgestaltet werden.

05.06.2019

Der Hamburger Michel will in den kommenden sechs Jahren seinen Kirchplatz vollständig umgestalten. Zentrales Projekt des "Masterplans 2025" wird ein neues Besucherzentrum, das künftig auch den Michel-Shop beherbergen soll, kündigte Hauptpastor Alexander Röder am Mittwoch in Hamburg an. Baubeginn ist bereits in diesem Herbst, die Fertigstellung soll 2021 erfolgen. Die Finanzierung des Zentrums ist dank einer Großspende der Powalla-Stiftung von drei Millionen Euro gesichert. Insgesamt sind zur Realisierung aller Pläne 7,5 Millionen Euro veranschlagt. Eine Million Euro will die Hauptkirchengemeinde selbst beisteuern, für den Rest wird im Herbst eine Spendenkampagne gestartet.

"Ort des Gebets, der Predigt und der Musik"

"Das Herz von Hamburg schlägt am Michel", sagte Hauptpastor Röder. Daher müsse der Michel dringend auf die ständig steigenden Besucherzahlen in der Stadt reagieren. Mehr als 1,5 Millionen Touristen strömen jährlich in die Hauptkirche. "Wir wollen Menschen zum Verweilen einladen und darum auch den Kirchplatz neu gestalten", so Röder. Das neue Besucherzentrum soll zu Ehren des Großspenders "Powalla-Forum - Besucherzentrum Sankt Michaelis" heißen. Das Ehepaar Günter und Lieselotte Powalla hatte bereits die jahrzehntelange und 2009 abgeschlossene Sanierung von St. Michaelis mit Millionen-Summen unterstützt.

Schlusspunkt des Neukonzepts wird 2025 die Erneuerung der Turmhalle zwischen Haupteingang und Kirchenschiff, die bis dahin von allen touristischen Funktionen befreit sein wird. Dann könnte die Tradition einer "Ehren- und Gedenkhalle" in moderner Form neu belebt werden, sagte Röder. Insgesamt werde sich der Michel noch stärker als bisher "als geistlicher Ort des Gebets, der Predigt und der Musik präsentieren", so der Hauptpastor. Als Touristenmagnet habe der neue Kirchplatz die Chance, zu einem der attraktivsten und lebendigsten Plätze der Stadt zu werden.