BVB-Präsident Rauball hofft auf mehr Vertrauen in der Gesellschaft

epd-bild/Friedrich Stark "Derzeit driftet politisch und gesellschaftlich viel auseinander, auch zwischen den Generationen", sagt der Präsident von Borussia Dortmund.

11.06.2019

Der Präsident von Borussia Dortmund und der Deutschen Fußball Liga, Reinhard Rauball, hat zu einem neuen Miteinander in der Gesellschaft aufgerufen. "Derzeit driftet politisch und gesellschaftlich viel auseinander, auch zwischen den Generationen", sagte der 72-Jährige in Dortmund dem Evangelischen Pressedienst (epd). Der evangelische Kirchentag, der vom 19. bis 23. Juni in der Westfalenmetropole zu Gast ist, greife alle wesentlichen Fragen auf, lobte der Fußballfunktionär.

"Vertrauen in den Vordergrund stellen"

"Ich würde mir wünschen, dass daraus viel gelernt wird, dass die Menschen zur Besinnung kommen und das Miteinander und gegenseitiges Vertrauen in den Vordergrund stellen", sagte Rauball. Der Kirchentag steht unter der Losung "Was für ein Vertrauen".

Der BVB-Präsident gehört auch dem Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages an und spricht selbst auf zwei der fast 2.400 Veranstaltungen. Er hob im epd-Gespräch die Unterstützung des Glaubensfestes durch den Fußballclub hervor. Unter anderem stellt der BVB sein Stadion, den Signal Iduna Park, für den Abschlussgottesdienst zur Verfügung.

Der Fußball vermittle Leidenschaft, Begeisterung und Enthusiasmus, ein Zusammenwachsen als Gemeinschaft und gegenseitigen Respekt, sagte Rauball. "Es freut uns natürlich, wenn etwas davon auch auf die Kirche abfärbt." Er selbst erlebe zum ersten Mal einen Kirchentag. "Ich gehe zu einigen Veranstaltungen, schnuppere die Atmosphäre, die ich mir toll vorstelle, und versuche zu helfen, wenn es noch etwas zu helfen gibt."