Zahl der Ein-Euro-Jobs drastisch gesunken

epd-bild/Norbert Neetz Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen ging zurück, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte - allerdings nicht im gleichen Verhältnis.

11.06.2019

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen, die über einen Ein-Euro-Job eine Beschäftigung aufnehmen, ist seit Jahren rückläufig. Die Zahl von 818.191 Jobbern im Jahr 2007 sank drastisch auf 183.703 im Jahr 2018, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg dem Evangelischen Pressedienst (epd) mitteilte. Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen sei in dieser Zeit gesunken, allerdings nicht im gleichen Verhältnis. So zählten die Arbeitsmarktexperten im Jahr 2007 insgesamt mehr als 1,7 Millionen Langzeitarbeitslose - 2018 waren es lediglich noch 813.400. Über diese Entwicklung am Arbeitsmarkt hatte zuerst die "Rheinische Post" (Dienstag) berichtet.

BA verweist auf Förderprogramm

Die Bundesagentur für Arbeit erklärt die rückläufigen Zahlen bei den Ein-Euro-Jobs unter anderem mit dem im Jahr 2015 gestarteten Bundesprogramm "Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt". Damit seien für Langzeitarbeitslose in den vergangenen drei Jahren fast 35.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze gefördert worden.

Dieses Programm richte sich wie Ein-Euro-Jobs an Menschen, die aufgrund fehlender Qualifikationen auf dem regulären Arbeitsmarkt fast keine Chance haben, hieß es. Ein-Euro-Jobs würden nur angeboten, wenn zuvor alle anderen Fördermöglichkeiten für Langzeitarbeitslose ausgeschöpft worden seien. Studien hätten gezeigt, dass Ein-Euro-Jobs eine negative Beschäftigungswirkung haben können, wenn nicht die richtigen Teilnehmer zugewiesen werden.