Stellungnahmen zu möglicher Einstellung des Loveparade-Prozesses

epd-bild / Jörn Neumann Vier Mitarbeiter der Veranstalterfirma Lopavent und sechs Bedienstete der Stadt Duisburg müssen sich wegen der Massenpanik mit 21 Toten bei der Loveparade 2010 vor Gericht verantworten. Doch womöglich wird das Verfahren eingestellt.

05.02.2019

Im Prozess um das Loveparade-Unglück rückt die Entscheidung über eine mögliche Einstellung des Verfahrens näher: Heute endet die Frist, bis zu der sich die Staatsanwaltschaft und die Verteidiger dazu äußern können. Es wird erwartet, dass die Beteiligten ihre Stellungnahmen in der Sitzung des Landgerichts Duisburg im Congress Center Düsseldorf vortragen. Ein Angeklagter lehnte eine Einstellung des Verfahrens bereits ab.

21 Tote bei Massenpanik

Ein Grund für die mögliche Einstellung nach knapp 100 Verhandlungstagen ist, dass das Gericht die individuelle Schuld der Angeklagten als nur gering oder mittelschwer einstuft. Das Unglück ist demnach auf "kollektives Versagen" zurückzuführen. Bei einer Massenpanik auf dem Techno-Festival waren am 24. Juli 2010 in Duisburg 21 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 600 wurden verletzt. Vor Gericht stehen vier Mitarbeiter der Veranstalterfirma Lopavent und sechs Bedienstete der Stadt Duisburg.