Kinderhilfswerk: Spiele-Apps dürfen Kinder nicht gefährden

epd-bild/Anke Bingel Das Deutsche Kinderhilfswerk dringt auf einen besseren Jugendschutz bei Spiele-Apps.

05.02.2019

Kinder müssten die Möglichkeit haben, Apps ungefährdet zu nutzen, ohne in integrierten Chats von Fremden belästigt zu werden, sagte Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Kinderhilfswerks, am Dienstag in Berlin. Dafür hätten die Anbieter Sorge zu tragen, indem sie ein effizientes Meldesystem vorhalten sowie Kinder auf mögliche Risiken hinweisen.

Am "Safer Internet Day" kritisierte das Kinderhilfswerk zudem Datenschutzerklärungen, die so kompliziert und umfangreich seien, dass auch vielen Erwachsenen nicht bewusst sei, wie ihre Daten verarbeitet werden. Hofmann verlangte zudem eine deutliche Kennzeichnung von Werbung. Kinder dürften nicht vom weiteren Spielverlauf ausgeschlossen werden, wenn sie nichts kaufen. Zudem müsse bei Apps für Kinder sichergestellt werden, dass keine Werbung für ein anderes Spiel mit einer Altersfreigabe ab 18 Jahren gezeigt wird.

Verstärkte Kontrollen

Hofmann sprach sich für erhöhte gesetzliche Schutzmaßnahmen und verstärkte Kontrollen aus. "Und wenn die gesetzlichen Vorgaben nicht eingehalten werden, gehören die entsprechenden Apps in Deutschland vom Markt", forderte er.

Der internationale "Safer Internet Day" ruft jährlich zu Aktionen rund um das Thema Internetsicherheit auf.