ZDF-Reporterin scheitert erneut mit Klage auf gleiche Bezahlung

epd-bild/Andrea Enderlein Eine für das ZDF-Magazin "Frontal 21" arbeitende Reporterin ist vor Gericht gezogen, nachdem sie festgestellt hatte, dass sie erheblich weniger verdiente als ihre männlichen Kollegen. Die Klage wurde heute erneut abgewiesen.

05.02.2019

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat in zweiter Instanz die Klage einer ZDF-Reporterin auf gleiche Bezahlung abgewiesen. Es lägen keine ausreichenden Hinweise darauf vor, dass die Klägerin aufgrund ihres Geschlechts weniger Geld erhielt als männliche Kollegen, heißt es in dem am Dienstag verkündeten Urteil (AZ: 16 Sa 983/18).

Voraussetzungen für eine Lohndiskriminierung nicht gegeben

Die Klägerin Birte Meier ist feste-freie Mitarbeiterin des ZDF-Politmagazins "Frontal 21". Sie war nach eigenen Angaben vor Gericht gezogen, nachdem sie festgestellt hatte, dass sie bei gleicher Arbeitsleistung erheblich weniger verdient als ihre ebenfalls als feste-freie Mitarbeiter beschäftigten männlichen Kollegen. Diese hatten zudem zum Teil weniger Berufserfahrungen und waren kürzere Zeit beim ZDF beschäftigt.

Das Landesarbeitsgericht bestätigte ein Urteil des Arbeitsgerichts Berlin vom Februar 2017. Bereits in erster Instanz hatte das Gericht entschieden, dass die Voraussetzungen für eine Lohndiskriminierung nicht gegeben seien. Begründet wurde damals die Ablehnung unter anderem damit, dass die Klägerin sich nicht mit Festangestellten oder Mitarbeitern in anderen Tarifverträgen vergleichen könne.