Verbraucherschützer raten zu Vorsicht beim Kauf von Karnevalsschminke

epd-bild / Gustavo Alabiso Der TÜV Rheinland rät Verbrauchern vor dem Kauf von Karnevalsschminke dazu, die Inhaltsstoffe der Kosmetik zu prüfen. Der Preis sage nichts über die Hautverträglichkeit aus.

08.02.2019

Vor allem Menschen mit sensibler Haut sollten beim Erwerb von Karnevalsschminke genau hinschauen, teilte der Technische Überwachungsverein am Freitag in Köln mit. "Sind bereits Allergien bekannt, unbedingt die Liste der Inhaltsstoffe genau studieren, um Rötungen oder gar Ekzeme zu vermeiden", empfahl die Lebensmittelchemikerin bei TÜV Rheinland, Greta Dau. Nur weil ein Produkt laut Angaben des Herstellers "dermatologisch getestet" wurde, sei die Hautverträglichkeit nicht zwangsläufig gewährleistet. Auch der Preis sage nichts über die Hautverträglichkeit von Schminke aus.

Richtige Pflege wichtig

Für eine "Zombiehaut" zu Karneval greifen den Angaben zufolge viele Verbraucher zu Latexmilch. Auch hier empfehle es sich, auf die Produktinformation zu schauen, da viele Menschen auf Latexprodukte allergisch reagierten und die Milch nicht verwenden sollten. Für Kinder seien viele Produkte ohnehin nicht geeignet, sie hätten eine empfindlichere Haut als Erwachsene. Bei einigen Produkten kann demnach zudem der Ammoniakanteil durch lange Lagerung steigen und zu unangenehmen Hautreizungen führen. Hinweis auf zu viel Ammoniak sei ein starker Geruch nach faulen Eiern, hieß es.

Um Hautirritationen vorzubeugen, sei zudem die richtige Pflege vor und nach dem Schminken wichtig. "Vor dem Auftragen die Haut gründlich reinigen und als Grundierung eine fettige Creme verwenden", erklärte Dau. Beim Abschminken ließen sich wasserbasierte Produkte am besten mit Wasser entfernen, für fettbasierte Produkte sollten Reinigungsöl und Wattebausch verwendet werden. Bereits geöffnete Schminke sei verwendbar, solange das Mindesthaltbarkeitsdatum ab der Öffnung nicht überschritten ist.