Frauentag: Menschenrechtsbeauftragte fordern Gleichberechtigung

08.03.2019

"Gleiche Rechte sind auch heute am 8. März 2019, dem internationalen Tag der Frau, noch immer keine Realität", heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung von Bärbel Kofler (SPD) und François Croquette. Jeden Tag würden überall auf der Welt die Rechte von Frauen verletzt.

Häufig hätten Frauen keinen ausreichenden Zugang zu Bildung, seien mit sexueller und häuslicher Gewalt konfrontiert und könnten ihre Potenziale nicht voll ausschöpfen, beklagten die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung und der französische Botschafter für Menschenrechte. Auch an politischen Prozessen nähmen Frauen noch immer nicht gleichberechtigt teil.

Mehr politische Beteiligung

"Wir müssen uns jeden Tag wieder, weltweit und auf allen Ebenen, für Gleichberechtigung und die Umsetzung aller Menschenrechte für Frauen und Mädchen einsetzen", betonten Kofler und Croquette. Deshalb engagierten sich Deutschland und Frankreich gemeinsam, insbesondere im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, für mehr politische Beteiligung von Frauen in Friedensprozessen und den Schutz von Frauen vor sexueller Gewalt in Konflikten.

"Denn: Ohne Frauen können wir keinen nachhaltigen Frieden erreichen", unterstrichen Kofler und Croquette. Ohne Gleichberechtigung und die aktive Teilhabe von Frauen im politischen, wirtschaftlichen und sozialen Leben würden auch die Verletzungen ihrer Rechte kein Ende finden.