Fünf Deutsche unter Opfern des Flugzeugabsturzes in Äthiopien

epd-bild/Marc Engelhardt Erschütterung bei den Vereinten Nationen: Mindestens 19 der Reisenden des Fluges ET302 waren Mitarbeiter der UN oder anderer internationaler Organisationen. Auch Deutsche sind unter den Opfern des Flugzeugabsturzes in Äthiopien.

11.03.2019

Bei dem Flugzeugabsturz in Äthiopien sind rund 20 Mitarbeiter der UN und internationaler Organisationen ums Leben gekommen. Auch fünf Deutsche befanden sich nach vorläufigen Informationen des Auswärtigen Amtes in der Maschine vom Typ Boeing 737 Max 8 der Ethiopian Airlines, die am Sonntag kurz nach dem Start in Addis Abeba verunglückte. Keiner der 157 Insassen überlebte den Absturz.

Die Angehörigen der deutschen Staatsangehörigen seien benachrichtigt worden, erklärte das Auswärtige Amt am Montag in Berlin. Mindestens 19 der Reisenden des Fluges ET302 von Addis Abeba nach Nairobi waren Mitarbeiter der Vereinten Nationen oder anderer internationaler Organisationen. Nach UN-Angaben waren viele von ihnen auf dem Weg zur UN-Umweltversammlung in Nairobi.

Unter Schock

Die Vereinten Nationen stünden unter Schock, erklärte der Generaldirektor des europäischen Sitzes der Organisation, Michael Møller, in Genf. Auf dem Weg zum UN-Umwelttreffen war auch der 51-jährige deutsche Pfarrer Norman Tendis, wie der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) mitteilte. Zu den verunglückten Passagieren zählt weiter eine junge deutsche Mitarbeiterin der Internationalen Organisation für Migration, Anne-Katrin Feigl, die einen Trainingskurs in Nairobi besuchen wollte.

Das Welternährungsprogramm (WFP) verlor nach eigenen Angaben sieben Mitarbeiter. "In unserer Trauer würdigen wir, dass diese Mitarbeiter bereit waren, weit zu reisen und Heimat und Familie zurück zulassen, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen", erklärte WFP-Exekutivdirektor David Beasley.

Bei dem Absturz starben Angestellte des Flüchtlingshilfswerks UNHCR, der Internationalen Telekommunikationsunion, des Umweltprogramms Unep und der Weltbank. Der Theologe und Umweltexperte Tendis war im Auftrag des ÖRK unterwegs. Nach Angaben der Evangelischen Kirche in Österreich war er Pfarrer in Kärnten. Tendis hinterlasse Frau und drei Kinder.