Barley-Nachfolge: Christine Lambrecht wird Bundesjustizministerin

epd-bild/Juergen Blume Die SPD-Politikerin Christine Lambrecht wird neue Bundesjustizministerin. Sie wurde heute in Berlin vom kommissarischen SPD-Vorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel als Nachfolgerin von Katarina Barley vorgestellt. Barley wechselt ins Europaparlament.

19.06.2019

Lambrecht ist Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium und war in der vergangenen Legislaturperiode Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagfraktion. Die Juristin kommt aus Hessen und gehört seit 1998 dem Bundestag an. In der SPD wird sie zum linken Flügel gerechnet.

Expertin auf dem Feld der Innen- und Rechtspolitik

Schäfer-Gümbel sagte, Lambrecht sei eine ausgewiesene Expertin auf dem Feld der Innen- und Rechtspolitik. Die Entscheidung für sie sei im Team der kommissarischen SPD-Vorsitzenden gefallen. Sie sei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bereits mitgeteilt worden. Er hoffe, dass Lambrecht in den kommenden Tagen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ernannt werde und noch in der letzten Sitzungswoche des Bundestags vor der Sommerpause vereidigt werden könne.

Lambrecht (54), die am Mittwoch Geburtstag hatte, sagte, sie freue sich auf das Amt. Sie werde sich unter anderem für die Reform der Strafprozessordnung einsetzen und für Verbesserungen im Verbraucherschutz. Die Menschen müssten sich darauf verlassen können, dass der Rechtsstaat funktioniere.