Deutschland stockt Hilfe für Opfer des Syrien-Konflikts auf

epd-bild/Sebastian Backhaus Nach Angaben des Auswärtigen Amtes handelt es sich um neue Mittel, die für humanitäre Hilfe in Syrien und den Nachbarländern sowie für entwicklungsorientierte Maßnahmen in den Nachbarländern verwendet werden sollen.

14.03.2019

Deutschland will seine Hilfe für Opfer des Syrien-Konflikts aufstocken. "Wir werden unsere Zusage der letzten Jahre noch einmal erhöhen auf 1,44 Milliarden Euro", erklärte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) am Donnerstag am Rande der internationalen Hilfskonferenz für Syrien und die Nachbarländer in Brüssel. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes handelt es sich um neue Mittel, die für humanitäre Hilfe in Syrien und den Nachbarländern sowie für entwicklungsorientierte Maßnahmen in den Nachbarländern verwendet werden sollen.

"Ganz besonders wichtig ist uns die Situation der Kinder", sagte Müller. "2018 war das schlimmste Jahr in Bezug auf Kinder - Tausende von Toten." Auch jeder zweite Flüchtling in und um das Bürgerkriegsland herum sei minderjährig. Der Minister mahnte zugleich eine politische Lösung an, damit Flüchtlinge nach Syrien zurückkehren könnten.

Mogherini: "Wir wollen nicht, dass der Konflikt vergessen wird"

Die Konferenz, zu der sich am Dienstag und Mittwoch bereits Teilnehmer aus Zivilgesellschaft und Hilfsorganisationen versammelten, endet am Donnerstag mit einem Treffen auf Ministerebene. Sie wird von der EU und den Vereinten Nationen ausgerichtet. Ziele des Treffens sind die Beratung konkreter Hilfsansätze, die Unterstützung einer politischen Lösung für Syrien und Zusagen für Hilfsgelder. Die gesammelten Zusagen sollen am frühen Abend bekanntgegeben werden.

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini betonte vor dem Treffen am Donnerstag: "Wir wollen nicht, dass der Konflikt vergessen wird. Wir wollen nicht, dass die Menschen aus Syrien vergessen werden in einem Moment, in dem die internationale Gemeinschaft sich ein bisschen weniger darum zu kümmern scheint."