Anstieg der Anrufe beim Hilfetelefon «Gewalt gegen Frauen»

epd-bild / Werner Krüper Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" richtet sich an Frauen, die von Gewalt betroffen sind: Im vergangenen Jahr riefen insgesamt 42.000 Menschen an. Dabei ging es in rund 60 Prozent der Fälle um häusliche Gewalt.

24.06.2019

Immer mehr Frauen wenden sich an das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen". Die Zahl der Beratungen sei 2018 um zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, teilte das Bundesfamilienministerium am Montag in Berlin mit. Die Zahl der Kontakte sei damit zum fünften Mal in Folge gestiegen.

Online-Beratungen per E-Mail und Chat

Insgesamt riefen im vergangenen Jahr nach Angaben des Ministeriums 42.000 Menschen an, in 59 Prozent der Gespräche war häusliche Gewalt der Grund für den Anruf bei der Beratungsstelle. Knapp die Hälfte der Anruferinnen wurden nach dem Gespräch an Beratungsstellen und Frauenhäuser weitervermittelt. Auch die Zahl der Online-Beratungen per E-Mail und Chat stieg den Angaben zufolge an.

Das Hilfetelefon, das die Bundesregierung im März 2013 eingerichtet hat, richtet sich an Frauen, die von Gewalt betroffen sind. Außerdem bietet es Unterstützung für Menschen aus dem sozialen Umfeld der betroffenen Personen.